Treffen der Beauftragten von Bund und Ländern

Die Beauftragten für Menschen mit Behinderungen des Bundes und der Länder kommen zweimal jährlich zu Tagungen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) zusammen. Im Rahmen dieser Treffen werden vor allem die Gesetzesvorhaben der Bundesregierung aus Sicht der Betroffenen behandelt und inhaltliche Anregungen zur Problemlösung gegeben.

Im Ergebnis dieser Tagungen stellen wir Ihnen hier Informationen sowie die abschließenden Erklärungen der Beauftragten zur Verfügung. Zudem stimmen sich die Beauftragten von Bund und Ländern regelmäßig zu aktuell politischen Themen ab und formulieren ihre gemeinsamen Forderungen und Empfehlungen.

61. Konferenz der Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen in Berlin

Berufliche Bildung von Menschen mit Behinderungen verbessern!

Am 15. und 16. März fand die 61. Konferenz der Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen in Berlin statt. Die Veranstaltung im Online-Format widmete sich dem Thema der "Ausbildung und beruflichen Bildung" von jungen Menschen mit Behinderung vor dem Hintergrund der Pandemie-Situation. Die Beauftragten von Bund und Ländern verabschiedeten die gemeinsame “Berliner Erklärung” und stellten wichtige Forderungen auf. Danach ist die “Berufliche Bildung von Menschen mit Behinderungen zu verbessern!”

Auszug aus der Pressemitteilung der Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales vom 16.03.2021:

"Zu häufig werden die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderung unterschätzt und daher unzureichend oder überhaupt nicht als mögliche Fachkräfte von Morgen wahrgenommen. Die Lage der Menschen mit Behinderung im Bereich der beruflichen Bildung muss daher noch immer als prekär eingeschätzt werden.
Gründe dafür sind zum Beispiel: Die leistungs- und defizitorientierte Betrachtung junger Menschen, fehlende Barrierefreiheit im Zugang und der Durchführung von Schule, geringer bis fehlender Durchlässigkeit zwischen Qualifizierungs- und Ausbildungsketten oder auch die fehlende Bereitschaft von Unternehmen, Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auszubilden oder einzustellen. Verschärft wird ihre Situation in der beruflichen Bildung nun zusätzlich durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie."

Weiter zur Berliner Erklärung

Zudem beschäftigten sich die Beauftragten von Bund und Ländern in ihrer Videokonferenz mit dem Thema Corona-Impfungen und forderten ein Impfangebot für Menschen mit Behinderungen und einem sehr hohen Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf. Sie dürften "nicht die Leidtragenden sein, wenn immer mehr Gruppen ohne Vorerkrankungen vorgezogen werden.", so erklärten die Beauftragten im Rahmen ihrer 61. Konferenz in Berlin.

Zur Pressmitteilung des Bundesbeauftragten J. Dusel "Impfreihenfolge: Ungerechtigkeit stoppen!"